Ich hatte das Glück auf eine Europäische Schule zu gehen und bin seit Kindheitstagen mit dem Europäischen Gedanken vertraut. Wenn ich mich innerhalb der Länder Europas bewege erfahre ich mich nicht als Ausländer sonder eher als jemand aus einem anderen Teil des Kontinents. Ähnlich geht es mir wenn ich in den Nachrichten Schicksale aus anderen Nationen erfahre. Ich erfahre sie auch als eigene Schicksale meiner Europäischen Gemeinschaft ungeachtet der geographischen Distanz. Wenn ich mich frage woher diese Verbundenheit kommt dann bemerke ich etwas das sich klar hervorhebt. Ich habe mich in der Zeit der Europäischen Schule mit allen Schülern der verschiedenen Länder im gleichen Schicksal befunden, nämlich der Schule als übergeordnetes Konstrukt. der Schule gegenüber waren wir alle gleich und mussten uns den Regeln fügen oder aber uns zusammen wehren.
Was hat das mit der Republik zu tun?
Ich bin der Meinung, dass erst die Erfahrung eines gemeinsamen Schicksals und einer gemeinsamen Organisation und Reaktion auf Ereignisse, in den Menschen innerhalb Europas, eine transnationale Verbundenheit und eine Identifikation zur Europäischen Gemeinschaft hin und weg von der Nation, entstehen lässt. Die Idee der Republik ist eine Möglichkeit diese Gemeinschaft auf höchsten Ebenen der Judikative, Legislative und Exekutive zu formulieren und aus zu führen und macht sie dadurch für alle in der Europäischen Gemeinschaft gleichermaßen erlebbar. Erst durch dieses übergeordnete Konstrukt wird eine wahre Gemeinschaft entstehen können.

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